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Juni 2020

Ein Arzt am Rande der Verzweiflung - Wenn falsche diagnostische oder therapeutische Entscheidungen zunehmen


Ein 44-jähriger Kollege kam völlig aufgelöst in meine Beratung. Immer wieder traf er falsche diagnostische oder therapeutische Entscheidungen. Er hatte sogar einen Kunstfehlerprozess am Hals.

In dem ersten von 5 Schritten im Rahmen des von mir entwickelten Braintuning-Systems haben wir seine Ist-Situation herausgearbeitet. Dieser erste Schritt dient dazu, herauszufinden, wo überall „der Schuh drückt". Und dann – ganz wichtig – gilt es zu verstehen, welche beruflichen und privaten Ziele er hat. Was also möchte er am Ende des Coachings erreicht haben?

Sodann gilt es zu klären, warum er seiner Meinung nach dieses Ziel noch nicht erreicht hat. Dazu ist es besonders zielführend, wenn er seine Denk- und Handlungsgewohnheiten zu verstehen beginnt. Wo sie nützlich und wo sie problemvertiefend sind. Dafür hat unser Kollege einfache Übungen zur Vertiefung der Selbstwahrnehmung durchgeführt.

Bald fand er heraus, dass er neben der oben angedeuteten beruflichen Baustelle auch noch eine handfeste Beziehungsproblematik mit sich herumschleppte. Es stellte sich schnell heraus, dass beide Baustellen mit einender zu tun hatten. In seinen Augen war der Beruf seine wichtigste Lebensaufgabe, der sich seine Ehe und seine Rolle als Familienvater unterzuordnen hatte. Seine Frau war damit jedoch nicht einverstanden. Dadurch entstand für ihn eine gewisse Art der Leere, es gab diesen so dringend benötigten Ort der Erholung nicht, diesen Ort der Freude und der menschlichen Nähe.

Auf seine Priorisierung hin folgten Tag für Tag Streit, schlechter Schlaf oder regelmäßig ein Gläschen zum Herunterkommen... Die existenzielle Abwärtsspirale nahm ihren Lauf. Berufliche Fehlentscheidungen etc. waren die Folge.

Nach nur 6 Coaching-Stunden erkannte er, dass seine Ehe ein Scherbenhaufen und die eigentliche Ursache seiner derzeitigen beruflichen Probleme war. Anfänglich konnte er das überhaupt nicht so sehen.

Nach weiteren 2 Sitzungen, in denen es um die Veränderung ungünstiger Kommunikationsgewohnheiten ging begann sich das Bild zu drehen – zuhause und auch bei der Arbeit.

Das Wesen seiner Kommunikationsgewohnheiten bestand darin, dass er ständig mit folgender inneren Frage lebte:

„Was habe ich davon, dass es meine Frau und meine Kinder gibt? Schließlich muss ich bei der Arbeit ständig Höchstleistungen erbringen, dann habe ich einen Anspruch darauf, dass ich zuhause umsorgt werde und keine weiteren Forderungen gestellt werden."

Wenn auch noch die Ehefrau ständig mit dieser inneren Frage lebt, geht die Beziehung in die Brüche. Gesetzmäßig.

Was hat unser Kollege getan? Er hat sich zu fragen angewöhnt, was seine Frau und seine Kinder davon haben, dass es ihn gibt.

Zunächst traute seine Frau ihren Augen und Ohren nicht. Aber dann merkte sie, dass sich die Wetterlage tatsächlich zu ändern begann und fing nun ihrerseits an – auch das ist gesetzmäßig so – sich mehr oder minder bewusst zu fragen, was ihr Mann davon haben könnte, dass es sie gibt.

Die existentielle Aufwärtsspirale hatte begonnen.

Das war im Frühling 2017 und die Gesamtlage unseres Kollegen hat sich nicht nur nicht wieder verschlechtert sondern sogar kontinuierlich weiter verbessert.

In diesem Fall-Beispiel wird deutlich, wie sehr Privat- und Berufsleben miteinander verzahnt sein können. In diesem Fall ließ es sich zunächst gar nicht klar abgrenzen, ob es berufliche Belastungen waren, die die Ehe in Gefahr gebracht hatten und dann zu beruflichen Fehlleistungen geführt hatten. Oder ob die Ehe der Ausgangspunkt der beruflichen Probleme war.

Schlussendlich kommt es meistens nur darauf an, die entscheidende ungünstige Denkgewohnheit zu identifizieren und eine neue zu etablieren.

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